Aus der "Liedertafel Leonding" (gegründet 1914) ging im Jahre 1970 die Chorgemeinschaft Leonding hervor, die sich der Pflege großer und kleiner Chorwerke annimmt. Neben dem traditionellen "Weihnachtssingen" und der "Serenade am Bauernhof" erarbeitete der Chor zahlreiche Werke der Chorliteratur.

Chorgemeinschaft Leonding Haydns "Die Schöpfung" und "Die Jahreszeiten", Händels "Der Messias", Bachs "Johannes-Passion", Mozarts "Requiem", Beethovens "IX. Symphonie", sowie Bruckners "d-moll-Messe" und das "Te Deum" zählen zu den Höhepunkten der chorischen Arbeit in Leonding.
Konzertreisen führten den Chor nach Paris (1979), Rom (1990), Prag (1992), St. Maximin/Provence (1994) und zuletzt China (Shanghai und Peking, 1999).

 

Leondinger Symphonie Orchester

Aus einem im Jahre 1965 gebildeten Instru-mental-Ensemble zur orchestralen Begleitung des Leondinger Kirchenchores entstand ein Symphonisches Orchester, welches unter der Leitung von Uwe Christian Harrer zahlreiche Konzerte im In- und Ausland absolvierte wie
z.B. Notre Dame - Paris, Santa Maria Maggiore - Rom, in Wien, Prag und Salzburg.

Am 9. April 1994 wurde mit einem Festkonzert die Gründung des Vereins "Leondinger Symphonie Orchester" gefeiert. Die erste Auslandsreise führte das Orchester gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Leonding zum "Festival International de Musique" nach St. Maximin/Provence.
Eine weitere Tournee unternahm das Orchester 1996 mit den St. Florianer Sängerknaben nach Südfrankreich zum Internationalen Festival für Knabenchöre in Grasse und zum Mozartfestival in St. Paul Trois Chateau.
Die letzte Konzertreise brachte Chor und Orchester im Sommer 1999 nach China, wo je zwei Konzerte in Shanghai und Peking mit Joseph Haydns "Die Schöpfung" sowie Werke von Johann und Joseph Strauss zur Aufführung gelangten.

Hörprobe Finalsatz

1997 erschien eine CD-Aufnahme mit Bruckners Symphonie Nr. IV, deren Finalsatz als das sogenannte"2. Finale 1878" in einer Welt-Erst-aufnahme vorliegt.

 


 

Uwe Christian Harrer, geb. 29.09.1944


Uwe Christian Harrer dirigierte unter anderem Orchester wie die Wiener Symphoniker, das Bruckner Orchester Linz, das Wiener Kammer-orchester, NÖ Tonkünstler, ORF Sinfonietta, St. Luke's Chamber Orchestra New York, Chicago Youth Orchestra, English Symphony Orchestra, Danzig Kammerorchester, Krakauer Philharmonie, Mozart Kammerorchester Buenos Aires sowie das Tokyo Kammer-Symphonieorchester. Namhafte Solisten wie José Carreras, Walter Berry, Peter Schreier, Hermann Prey, Kurt Rydl, Ildico Raimondi, Pamela Coburn und andere haben unter seiner Leitung gesungen.

Fernseh-, Rundfunk-, Platten- und CD-Aufnahmen runden den Arbeitsbereich des vielseitigen Chor- und Orchesterleiters ab.
Der Chorus Viennensis (Männerchor ehemaliger Wiener Sängerknaben) sowie der Wiener Kammerchor standen in den Jahren 1978 bis 1988 unter Harrers Leitung. In seiner Heimatstadt Leonding prägt er das kulturelle Leben mit dem Kirchenchor und der Chorgemeinschaft sowie dem Symphonie Orchester.
Für seine umfassende musikalische Tätigkeit zeichnete ihn das Bundes-ministerium für Unterricht und Kulturelle Angelegenheiten mit dem Ehren-kreuz für Wissenschaft und Kunst aus, das Land Oberösterreich verlieh ihm den Titel "Konsulent für Musikpflege", die Stadt Leonding überreichte ihm den Ehrenring. Im Jänner 2001 erhielt er von Kardinal Christoph Schönborn für sein kirchenmusikalisches Schaffen in Leonding und Wien die päpstliche Auszeichnung "Ritterkreuz vom Orden des heiligen Silvester".